Interpretieren anhand der Hermeneutik. Kognitiv-hermeneutische Deutung Jacob Burckhardts 'Die Kultur'

von: Dariya Smirnova, Dominik Petrak

GRIN Verlag , 2017

ISBN: 9783668593381 , 16 Seiten

Format: PDF

Kopierschutz: frei

Windows PC,Mac OSX geeignet für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's

Preis: 12,99 EUR

Mehr zum Inhalt

Interpretieren anhand der Hermeneutik. Kognitiv-hermeneutische Deutung Jacob Burckhardts 'Die Kultur'


 

Studienarbeit aus dem Jahr 2016 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Sonstiges, Note: 1,3, Ludwig-Maximilians-Universität München, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Seminararbeit ist der Versuch der praktischen Anwendung von Peter Tepes Interpretationstheorie einer kognitiven Hermeneutik auf einen kulturwissenschaftlichen Sachtext. Jacob Burckhardts Schrift 'Die Kultur' soll hierzu entsprechend Tepes methodologischen Vorgaben analysiert und interpretiert werden. Burckhardt (1818-1897) war ein Schweizer Kulturhistoriker und Universitätsprofessor, dessen Text, ein Abriss über das Wesen und Wirken von Kultur, als Vorlesungsmanuskript während seiner Lehrtätigkeit an der Universität Basel verfasst worden ist. Die Vorgehensweise der kognitiven Hermeneutik beruht auf der Grundannahme, dass jedem Text ein objektiver Sinn innewohnt, der gemäß Tepes Prägungstheorem mittels erfahrungswissenschaftlicher Methoden auf sogenannte textprägende Instanzen zurückzuführen und eindeutig zu bestimmen ist. Entsprechend den von ihm angesetzten Sinnebenen eines Textwelt-, Prägungs- und Kontext-Sinns wird in drei, klar von einander abgetrennte Arbeitsstadien unterschieden: 1. Die Basis-Analyse: Die allein beschreibend-feststellende Erfassung des Textbestands. 2. Die Basis-Interpretation: Die Erklärung der Textbeschaffenheit, der Ursachen seiner spezifischen Konstitution, was in Tepes Terminologie die Erschließung der textprägenden Instanzen bedeutet. Auf der Grundlage der Basis-Analyse wird zunächst das Textkonzept, weiter das diesem zugrundeliegende bereichsspezifische Programm und schließlich das wiederum für letzteres konstitutive Überzeugungssystem des Autors erschlossen. Der Argumentationsvorgang im Einzelnen gliedert sich in die Bildung einer Hypothese aufgrund der Textbasis, der logischen Konsequenz hieraus und ihrer empirischen Überprüfung am Text. 3. Die Aufbauarbeit: Die bisherigen, ausschließlich der Arbeit am Text entsprungenen Ergebnisse sollen durch das Hinzuziehen von Sekundärliteratur überprüft, bestätigt oder gegebenenfalls korrigiert werden. Im Folgenden wird, diesem Interpretationsschema folgend, versucht, eine solche kognitiv-hermeneutische Deutung von Burckhardts Text zu erarbeiten.